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Schafferhof Highlights

23.11.2012

Al Jones Blues Band

Al Jones Blues Band
Al Jones Blues Band

Funke springt sofort aufs Publikum über 

Al Jones und seine Blues Band bringen den Schafferhof zum Brodeln - "Endlich wieder daham" 

(gag) Harte Riffs von der Bühne, ein furios rockiger Auftakt: Ohne Einleitung sprang sofort der Funke über. "West side stroll" fuhr direkt in die Adern der Fangemeinde, die zum ausverkauften Konzert von Al Jones und seiner Blues Band gepilgert war. Es war heiß und eng, eine Atmosphäre wie in einem Blueskeller. "Endlich wieder daham", grinste Al Jones von der Bühne. Und dieses "daham" konnte man wörtlich nehmen, ist er doch in Weiden als Sohn eines amerikanischen GI geboren und aufgewachsen. Schon als Junge fühlte er sich vom Blues inspiriert, und im Blues fand er auch die Wurzeln für seine eigene Musik. 

"All your Love" und "She got me" im Shuffle-Rhythmus steckten an. "Bittersweet" aus seiner gleichnamigen CD, auf der auch "Give me all your loving" oder "You don't love me" zu finden sind, enterte die Seele eines jeden Bluesers. Al Jones Hände zuckten auf den Saiten, mit geschlossenen Augen zupfte er den Blues.. 

Mit vielen internationalen Größen des Blues hat Al Jones schon zusammengearbeitet. Mit B. B. King, Johnny Winter, Champion Jack Dupree, Louisiana Red oder Willie Mabon, um nur einige zu nennen. Im Schafferhof stand er mit Thilo Kreitmeier und Eddie Taylor (Sax), Peter Kraus (Drums), Uwe Knüppel (Bass) und Yvonne Isegrei (Gitarre) auf der Bühne. Die zierliche Gitarristin ist erst seit einem Jahr in der Band und bewies trotz ihrer Jugend und einer zurückhaltenden Schüchternheit ein großartiges Improvisationstalent, wenn sie bei den Soli der Musiker gefordert wurde. Eddie Taylor blies sich bei "Baby what you want me to do" die Seele aus dem Leib. 
Al Jones streichelte seine Gitarre, erzeugte glasklare Töne, obwohl er am Finger verletzt war. Als Meister der gesetzten und einzelnen Töne mit der gekonnten Abwechslung passender Pausen faszinierte er seine Fans. Thilo Kreitmeier, studierter Musiker mit eigener Band, ist unendlich vielseitig und in verschiedenen Musikstilen zu Hause. Das blitzsauber gespielte Saxophon, gepaart mit der Leidenschaft eines Jazzers, ging dem Publikum unter die Haut. 

Soulig, bluesig, Funk und R'n'B, eine eindeutige Musikrichtung war bei Al Jones und seiner Band nicht erkennbar. Alles, was er spielte, war durchdrungen von echtem Gefühl. "We all wanna boogie" und "I feel good" aus der CD "Sharper than a tack" brachten das Publikum in Bewegung. Al Jones wird nicht umsonst als einer der Top Acts in Sachen R'n'B bezeichnet. Die amerikanische Fachzeitung "Livin Blues" hat Al Jones und seiner Band schon vor Jahren bestätigt, dass es außerhalb der Vereinigten Staaten nichts Vergleichbares gibt. 

Die Begeisterungsstürme seiner Fangemeinde erzwangen noch mehrere Zugaben, bevor sie ihn von der Bühne ließen und mit "ihrem Alfred" anstoßen konnten. Autogrammjäger kamen bei dem sympathischen Musiker auf ihre Kosten. 

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