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Schafferhof Highlights

04.12.2011

Luis Frank und die "Soneros de Verdad"

Soneros de Verdad
Soneros de Verdad

Ansteckende Leidenschaft 

Luis Frank und die "Soneros de Verdad" bringen die Karibik musikalisch auf die Schafferhof-Tenne 

Neuhaus. (gag) Wer nicht glaubte, dass kubanisches Temperament in die kühle Oberpfalz oder die Vorweihnachtszeit passt, wurde im Schafferhof eines Besseren belehrt. Luis Frank Arias aus Kuba, den Stammgästen bereits von seinem Gastauftritt mit den "Los Dos y Companeros" aus Amberg bekannt, hatte dieses Mal sechs der besten Musiker Kubas mit dabei. 

Mit den "Soneros de Verdad", allesamt Meister auf ihren Instrumenten, brachte er mit heißen Rhythmen und überschäumender Spielfreude die Tenne zum Brennen. Die Kubaner sangen von "Amor", von den "Mujeres" (Frauen), von Esperanza (Hoffnung) und ihrer Heimat Kuba. Stampfender Salsa-Rhythmus rüttelte an den alten Mauern und fuhr direkt in die Gliedmaßen des Publikums. 

Luis Frank ist seit dem großen Boom des Son Cubano einer der großen Namen der zweiten Generation des Buena Vista Social Clubs, die das musikalische Erbe über die Grenzen der Karibikinsel weiter am Leben erhalten. Seine Musik besticht durch Authentizität und einen starken Sinn für Tradition. Immer wieder erinnerte er an die großen Namen des Social Clubs an Ibrahim Ferrer, Compay Segundo, Ruben Gonzales oder Eliades Ochoa. In Gedenken an diese Musikgrößen sangen und spielten die Soneros in Neuhaus "A Buena Vista" und "Chan Chan". 

Luis Frank kommunizierte ständig mit dem Publikum. Zwar auf Spanisch, doch durch seine lebendige Gestik und ausgeprägte Mimik war gut zu erkennen, was gemeint war, auch wenn offensichtlich die wenigsten der Sprache mächtig waren. Die Gäste verstanden es sofort, wenn sie zum Mitsingen aufgefordert wurden, besonders bei "Guantanamera" oder "Besame mucho". 
Immer wieder holte sich der Kubaner Damen aus dem Publikum auf die Bühne zum Mittanzen. Die Soli der Ausnahmemusiker Lazaro Oviedo Dilout (Trompete) und Juan "Coto" Padilla (Tres) lösten begeisterten Jubel aus. "Coto" mit Rastazöpfen spielte wie der Teufel und ließ sich durch nichts aus dem Takt bringen. Lazaro blies wie einst Dizzy Gillespie die Backen auf und entlockte seinem Instrument höchste Töne. 

Zu dem Septett zählten noch Nicolas Sirgado, einer der besten Bassisten der weltweiten Latin-Szene, Carlos Aldana (Gitarre) Alexander Barrera an den Bongos und Fabian Perez (Percussion). 

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