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Schafferhof Highlights

04.11.2006

Schmidbauer&Kälberer

Schmidbauer&Kaelberer
Schmidbauer&Kaelberer

Duo Schmidbauer/Kälberer begeistert Fans im "Schafferhof" - Alte Songs neu 

Neuhaus. (tos) Gedimmtes Licht ist gut für ältere Herren, sagt man. Zumindest bei Werner Schmidbauer schien dies zuzutreffen. Zusammen mit seiner "Ein-Mann-Band" Martin Kälberer fand er am Freitag in der vollbesetzten Tenne im "Schaffer"-Hof nahezu Club-Atmosphäre vor und lieferte sein bisher wohl bestes Konzert in der Region ab. 

redirection/11764,1,0.html?target=vb-immobilienmarkt.de/volksbank-immobilien-seiten/objekt_voh_1.php Natürlich gehört Schmidbauer mit seinen erst 45 Jahren noch längst nicht zum alten Eisen. Seinen weisen und zuweilen leicht melancholischen Texten nach aber ist der Liedermacher bereits ein Mann in reiferen Jahren. "Es ist bei mir keine Midlife-Crisis, nur Nachdenklichkeit", stoppt er sich aber dann selbst, wenn er droht, ins Sinnieren abzugleiten.
Seine Lieder sind ehrlich, unkompliziert und direkt aus seiner individuellen Gefühlswelt entsprungen. Ob das persönliche und sozialkritische Glaubensbekenntnis "I glaub", das witzige "Daugn", in dem er das weiße Haus ein- und nie wieder auspacken will, oder das romantische "Der Gedanke an di", er findet stets den richtigen Ton - in einer Art, die bei seinen begeistert mitklatschenden, -singenden und -schnippenden Fans stets Wohlfühlatmosphäre schafft, die wohl das Erfolgsrezept des Duos ist.
Schmidbauer zieht seine Identität aus dem privaten Umfeld seines Heimatortes. So ist es auch weniger eine bewusste Entscheidung, sondern eher etwas Selbstverständliches, dass er seinem Dialekt treu bleibt. 
Der Bad Aiblinger ist halt ein Singer-Songwriter der klassischen Prägung, der seinen Wurzeln gemäß bayerisch singt. Daher heißt das einzige Cover des Abends, Stings wunderbare Ballade "Fields of gold", beim Duo Schmidbauer/Kälberer "Felder voller Gold". Schmidbauer kam dabei dem Original vor allem durch das starke Heimatgefühl, das beide Versionen generieren, sehr nahe.
Eigentlich hatte Schmidbauer dem Publikum ein "vogelwildes" Programm angekündigt. Doch dies ist schlichtweg nicht möglich, sind die Lieder des Duos ob alt oder neu der exakte Spiegel ihrer künstlerischen und menschlichen Entwicklung der letzten 15 Jahre, in der ein Lied nahtlos in das andere greift.
Bei den Arrangements der neuen Titel vom Album "Oiweiweida" erwies sich der begnadete Musiker Kälberer wieder einmal als Multi-Instrumentalist. Ob nun auf dem Piano, der Mandoline, dem "Daumenklavier" Kalimba, dem aus der karibischen Steeldrum weiterentwickelten Schweizer Schlaginstrument "Hang" oder auch mit nur seiner Stimme als Rhythmusinstrument - Kälberer gibt den Melodien eine ungewöhnliche musikalische Reichhaltigkeit. So kann man auch den älteren, aber neu bearbeiteten Klassikern neue Seiten abgewinnen, mit denen Schmidbauer/Kälberer den Bogen von den 90ern bis heute schlägt.

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