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Schafferhof Highlights

03.04.2009

Max Greger jun.

Max Greger&his Soulbrothers
Max Greger&his Soulbrothers

NEUHAUS (gag) Dicht drängten sich die Fans, um Max Greger junior
und seine Soulbrothers zu erleben. Schon bei den ersten Akkorden
riss es die ersten im Publikum von den Stühlen, obwohl der Gastgeber
bei der Begrüßung noch von 'einem älteren Publikum' scherzte. Das bedeutete fantastischen Jazz, Blues, R&B und Soul, und bekannte Klassiker brillant arrangiert und improvisiert. 

Mit einer Top Besetzung und Musik aus seiner 'schwarzen' Jugendzeit beehrte Max Greger junior bereits zum vierten Mal den Schafferhof. Dabei hatten Reinhard Fütterer und Werner Schick gar nicht lange betteln müssen, wie Max Greger verriet, denn er fühlt sich wohl hier, was nicht nur am begeisterungsfähigen Publikum liegt sondern sogar private Gründe hat. Greger lobte auch die gelungene Renovierung und freute sich, dass es inzwischen sogar einen 'Backstage-Bereich' gab.
Ein Staraufgebot an internationalen Künstlern, seine 'Soulbrothers', begleiteten ihn. Zum einen der aus Alabama, USA, stammende Soulsänger Melvin 'Mel' Canady, der trotz Mandelentzündung meisterhaft bekannte Soul-Klassiker und eigene Kompositionen interpretierte. Canady wirkte bereits in großen Musical- und Filmproduktionen mit, zuletzt als Darsteller in der Serie `München 7` von F. X. Bogner. Im schwarzen Anzug wurde es ihm schnell zu heiß, was nicht einmal die Gänsehaut bei 'Georgia on my mind' von Ray Charles abkühlen konnte. Im schönsten Bayrisch scherzte er mit seinem Publikum.
Besonders beeindruckend und höchst präsent war Eddy Taylor (sax) aus Virginia, ein großartiger Musiker, der schon seit vielen Jahren in verschiedenen Formationen auftritt. Er kam in den 60er Jahren mit der Band des legendären T-Bone Walker nach Deutschland. Seinem wunderschönen, antik aussehenden Saxophon entlockte er die göttlichsten Töne. Sein Gesichtsausdruck war dabei verkörpertes Jazzfeeling. Den Bass spielte Rocky Knauer aus Vancouver, einer der Top-Bassisten der Münchner Studio- und Live-Szene. Er spielte bereits mit Art Blakey und Chet Baker und war schon mehrmals Gast im Schafferhof. Den Rhythmus trommelte 'der Mann aus U.S.A. - Unser Schönes Allgäu', wie Max Greger jun. ihn ankündigte: Max Kinker, der sein Instrument beherrscht wie kein Zweiter. Bei einem furiosen, über zehnminütigen Solo trommelte er sich in Ekstase und riss das Publikum gleich mit. Der Schafferhof brodelte und bebte, das Publikum klatschte, pfiff, schrie vor Begeisterung. Schuld daran war diese Band mit dem 'Mann am Klavier' Max Greger junior, der mit unglaublich sympathischem Lächeln und brillanter Leichtigkeit dem über hundertjährigen Instrument die schönsten Töne entlockte. 
Man spürte, dass dieses Quintett sich hier in dieser speziellen Atmosphäre wohl fühlte. Und obwohl das Zoiglbier lockte dankten sie dem begeisterten Publikum mit etlichen Zugaben.

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