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Schafferhof Highlights

15.04.2009

Robby Ameen&Gerwin Eisenhauer

Robby Ameen
Robby Ameen

Kubanisches Temperament trifft Jazz 

Legenden des Latin am Schafferhof - Robby Ameen & Co. begeistern das Publikum 

Neuhaus. (gag) Die Vorbestellungen ließen es bereits vermuten. Es war etwas Besonderes zu erwarten, wenn sich die Legenden des Latin ankündigten. Mit Robby Ameen (drums), Octavio Kotan (guitar), Richie Flores (Congas), Sven Faller (bass) war eine hochkarätige Auswahl von Vertretern der afrokubanischen Musik im Schafferhof zu Gast.

Die Besetzung war jedoch nicht vollständig, weil der Gitarrist Octavio Kotan nach Problemen mit dem Ausreisevisum nicht kommen konnte. Statt seiner ergänzte Matthias Preisinger das Quartett, nicht mit Gitarre, sondern dem E-Piano. Furios war der Auftakt. Richie Flores aus Puerto Rico, einer der angesehensten Conga-Spieler der Welt, ließ das Publikum staunen. Seine Karriere begann im Alter von acht Jahren. Überschäumend präsentierte sich Flores mit den schnellsten Händen, die man jemals auf Congasspielen sah. Seine Instrumente wackelten zeitweise heftig unter seinen Trommelwirbeln. Mit "Richie's Brain" und "Foot prints" sprang der Funke sofort ins Publikum über. Dazwischen gab Robby Ameen humorvolle Sätze über seine neu entdeckte Liebe zum Zoiglbier bekannt. Der Drummer aus New York City gilt als einer der herausragendsten Schlagzeuger im Bereich Latin und Jazz. Vorgestellt wurde die Band auch durch den besonders in Jazzkreisen bekannten Gerwin Eisenhauer aus Regensburg, ehemals Dozent an der Franz-Grothe-Musikschule Weiden. Er war einst Schüler von Ameen und bestritt mit ihm Tourneen und Konzerte.

Am Bass stand Sven Faller, der im Laufe seiner Karriere mit so unterschiedlichen Musikern wie Arlo Guthrie, Charlie Mariano, Bobby Watson oder Konstantin Wecker auf-trat. Während seines mehrjährigen Aufenthalts in New York spielte er in zahlreichen Latin- und Latinjazz-Bands und arbeitete am Elias Arts Institute als Komponist. 

Schnelle Rhythmuswechsel und ein Mix aus afrokubanischer Musik, Latin und einer großen Prise Jazz erfreuten das Publikum. Eine Mischung, die wohl sonst nur in New York oder Havanna serviert wird. 

Flores tobte sich auf seinen vier Congas aus. Manchmal trommelte er auch kurz auf Ameens Drums oder hielt diesem eine seiner Congas hin, was dem ganzen den spontanen Touch einer Session verlieh. Ob es am Temperament der Musiker lag, dass sich immer wieder Schrauben der Percussion-Instrumente lösten und nachgezogen werden mussten? War die erste Hälfte des Abends eher jazzbetont, wurde es nach der Pause latinlastiger und somit tanz-barer. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten und tanzte begeistert mit. So richtig lockerte die Stimmung dann bei den zahlreichen Zugaben auf, bei Latin-Klassikern wie "Oye como va" von Carlos Santana, oder anderen bekannten Salsa- und Cha-Cha-Rhythmen. 

Fast bis Mitternacht

Auch Gerwin Eisenhauer ließ es sich nicht nehmen, mit den Drumsticks seines ehemaligen Lehrers den Rhythmus anzugeben. Es war schon fast Mitternacht, als das Publikum die Band endlich von der Bühne ließ. 


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