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Schafferhof Highlights

27.06.2003

Raith-Schwestern am Schafferhof

Raith-Schwestern
Raith-Schwestern

PRESSESTIMMEN 
... Als dann in der Zoiglstube völlig überraschend die Geschwister Tanja und Susi Raith mit Andi Blaimer aus Regensburg auftauchten, zeigte die Volksmusik ihre schrägste Seite: derb, frivol, laut, aber immer authentisch und lustig! 

Wohl selten haben Veranstaltung und Veranstaltungsort besser harmoniert, als beim bayerischen Abend in der Tenne des Schafferhofs. Weit entfernt von gekünstelter bis debiler Stadlseligkeit öffentlich - rechtlicher Fernsehsender stand der Freitagabend im Zeichen originärer bayerischer Volksmusik: ohne Elektrizität, aber dafür mit unverfälschter, mitreissender Musizierfreude. 

Die vorsorglich aufgestellten Mikros gleich zu Beginn erwiesen sich geradezu als Beleidigung für die Stimmgewalt der Geschwister Raith aus Roding. Mit einem resoluten "dea mas weg" wurden dieselben für den Rest des Abends beiseite geschoben. 

Dass es in Bayern im Zuge der Emanzipation nicht mehr nur "gstandene Manner", sondern auch ebensolche Weibsbilder gibt, demonstrierten die Raith- Schwestern eindrucksvoll. 

Zoigl-gestärkt und mit mächtig Schwung präsentierten die beiden "lumperten Weiberleit" an Steirischer und Gitarre eine deftige, bisweilen scharf unter die Gürtellinie streifende Mischung aus "gscherten Gstanzln" und derben Couplets. Das sorgte immer wieder für Zwerchfellerschütternde Heiterkeitsausbrüche. 

Stimmgewalt nicht nur auf, sondern unvermuteterweise auch vor der Bühne, als das begeisterte Publikum, animiert von den beiden lustigen Weibern aus Roding ("Eitza derft's mitsinga"),mit frisch gezapftem Zoigl im Steinkrug leidenschaftlich und voll Überzeugung den Refrain "Alls, bloss koa Wasser ned" durch die bis auf den letzten Platz besetzte Tenne schmetterte. 

Nicht als Verstärkung, sondern eher als Kontrast zu so viel geballter Frauenpower holten die beiden Schwestern ihren Regensburger Kollegen Andi Blaimer mit auf die Bühne, der im ruhig-besinnlichen Tonfall mit ironischen Spitzen die Vorteile von Susi, seiner "Freundin aus Plastik", und die Schwächen des männlichen Geschlechts besang. Viel Applaus auch für sein kläglich verzagtes "I woas ned, wia ma is". 

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