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Schafferhof Highlights

28.02.2011

Stimulators lassen es im Schafferhof krachen

Stimulators
Stimulators

Neuhaus. (phs) Das musikalische Gebräu aus Latin, Reggae und Ska, gewürzt mit einer Prise Jazz, Funk, Soul und Blues, hatte es wieder einmal in sich. Am Freitag servierten es die “Stimulators“ auf der Tenne des Schafferhofs zum süffigen Zoigl.

Bereits zum sechsten Mal - so oft wie keine andere Band - sorgten die Münchner mit ihrem brandheißen Tanz- und Chillout-Sound von Weltformat für musikalische Stimulation auf höchstem Niveau. Das Publikum tanzte auf einer heißen Party ab, dass sich die Scheunenbalken bogen.

Die “Stims“ haben eine ständig wachsende Fangemeinde in der Oberpfalz. So war es nicht verwunderlich, dass Schafferhofwirt Reinhard Fütterer einmal mehr den Ausverkauf des Gigs innerhalb weniger Tage meldete. Das liegt sicher nicht nur an der aus Weiden stammenden Schlagzeuglegende Oscar Pöhnl, der seine Schießbude hart aber präzise wie ein Metronom bediente.

Brodelnder Schmelztiegel

Verantwortlich ist wohl das, was an Botschaft, eingängige Melodien, Groove, Virtuosität, Improvisation und vor allem Spaß im musikalischen Schmelztiegel brodelt, der sich da “Stimulators“ nennt. Begeistert waren nicht nur die Fans, sondern neben Pöhnl auch Gitarrist Peter Schneider, Florian Sagner (Trompete, Flügelhorn, Percussion, Gesang), Uli Lehmann (Bass), Oliver Stephan (Gitarre, Gesang) und Hans Mühlegg. Als Gäste fügten sich Keyboarder Jörg Raabe und der Brasilianer Marcio Tubino (Saxophon, Flöte, Percussion, Gesang), nahtlos ein.

Mit dem Sambaklassiker “Flying down to Rio“ setzten Schneider & Co. nach einem einmaligen brasilianischen Intro, das Marcio Tubino auf dem Pandero und mit Eunuchenstimme vollführte, zur Landung in die verdiente Pause an. Nach 30 Minuten “Cool down“ legten die acht Musiker gewaltig los. Ein überragender Bläser Florian Sagner, ein Schneider, der mit seiner geschnitzten Gitarre verwachsen schien, ein Percussionvirtuose Mühlegg oder ein begnadeter Sänger Stephan mit Tom Jones Stimme liefen zu Hochform auf. Das Publikum ließ sich vom Latin-Sound in der immer heißer werdenden Tenne mitreißen.

Ska bis Funk, Jazz und Blues


Die Fans gaben sich vor der Bühne den Rhythmen von Ska bis Funk und von Reggae bis zum Jump Blues hin, während dies die Musiker zu virtuosen Höhenflügen ausnützten. Die Freiräume für Improvisationen gehören eigentlich überwiegend in die Schublade des Jazz. Den “Stims“ ist dies aber egal. Sie passen in keine bestimmte Ecke, vereinen Stile, wie es ihnen eben passt. Hauptsache es klingt gut und macht Spaß.

Den hatte vor allem Oscar Pöhnl, einer der wenigen Drumer die auch singen können, bei seinem Blues “Schwoaze Katz“, den er in Oberpfälzer Mundart zum Besten gab. Nicht nur hier begeisterte auch der Wortwitz. “Man cool, woman cooler“ war ein weiteres Beispiel.

Man hätte den “Stimulators“ noch stundenlang zuhören können. Aber irgendwann muss auch der heißeste Act enden. Zweimal kamen sie während des offiziellen Auftritts auf die Bühne zurück. Mit der Reggae-Version von “Style“ und dem Ska-Hit “Everybody`s broke“, zu dem Anna und zwei Lisas auf der Bühne abtanzen durften, verabschiedeten sich die Musiker. Das Konzert war nicht zuletzt Ausdruck dessen, dass sie sich hier sehr wohlfühlen. 

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