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Schafferhof Highlights

28.03.2011

Lizzy Aumeier-Starker Auftritt in Abendkleid und Dirndl

Lizzy Aumeier
Lizzy Aumeier

Neuhaus. (sei) Neuhaus. (sei) Lachsalven nonstop bescherte am Donnerstag die Kabarettistin Lizzy Aumeier dem Publikum am Schafferhof - und zwar nicht nur weiblichem, es hatten sich auch viele mutige Männer daruntergemischt. Mut brauchte vor allem Norbert Tannhäuser aus Weiden, von Beruf Bettenmanager im Klinikum, der in der ersten Reihe saß, immer wieder Zielscheibe wurde und sogar in das Geschehen einbezogen wurde. Im Dialog von “Sissi und Franz“ erwies er sich als äußerst schlagfertiger und spontaner Bühnenpartner.

Pianistin Tatjana Shapiro ergänzte den Kabarettabend musikalisch und auch mit einigen Pointen ihrer “russischen Seele“.

Als sie Jugendliche war, kannte ihre Mutter Mc Donalds noch nicht. Wenn Aumeier sagte: “Mama, ich möchte einen Hamburger, hieß es: Einen Preiß`n heiratest du nicht!“ Die Finanzkrise wurde abgearbeitet: “Banker sind Menschen, die tief fallen, von 40 Millionen auf 10 Millionen Euro Vermögen.“

Aumeier verkörpert nicht nur äußerlich eine starke Frau, sondern ermuntert die Frauen, auch zu ihren Formen zu stehen und für ihre Rechte zu kämpfen. Sie prangerte an: “Bis in die 70er Jahre war Gewalt in der Ehe noch nicht strafbar.“ Emanzipation in der Westoberpfalz hieße: “Ich kann nicht kochen wie meine Mutter aber saufen wie mein Vater.“ Aumeier streifte die ganze Weltgeschichte, angefangen von Adam und Eva im Paradies. “Im Religionsunterricht ham`s uns immer erzählt, wie die beiden ersten Menschen entstanden sind, aber nie, wie der dritte.“

Als gläubige Katholikin bezeichnete sie das Prinzip der Kirche so: “Die Männer sind die Hirten, Frauen sind die Schafe.“

Nach der Pause hatte sie das Abendkleid abgelegt und sich “ins Dirndl reingehungert“. Sie gab einen Rückblick über die Kindheit in den 60er Jahren. “Wir hatten im Auto keinen Airbag, keine Klimaanlage und keine Sicherheitsgurte und trotzdem fuhr unser Vater mit uns im Auto bis nach Italien.

Zum Schluss bekam noch mal der Ehemann sein Fett weg: “Ich hab ihm meine Jugend geschenkt - nun bekomm ich sein Alter.“

Die mit dem deutschen Kabarett-Sonderpreis ausgezeichnete Aumeier samt Pianistin und Regisseur kam nicht ohne Zugaben von der Bühne des Schafferhofes

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